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Bericht Unicon 22

Hockeynati an der WM 2026 Bericht - Swiss Indoor- & Unicycling

Schweizer Hockeynati feiert Weltmeistertitel an der UNICON 22 in Steyr

An der UNICON 22 in Steyr kann das Swiss Team 1 den Weltmeister-Titel ein weiteres Mal verteidigen. Auch die weiteren Schweizer Teams zeigen gute Leistungen, insbesondere das Swiss Team im Frauen-Turnier, welches dort überlegen gewinnt.

Frauen-Turnier

Für die Frauen der Schweizer Hockey-Nati und des Schweizer Hockey Nachwuchs stand bereits am Montag das Convention-Hockeyturnier auf dem Programm. Dieses Turnier zählte zwar nicht zur offiziellen Weltmeisterschaft und es wurden keine WM-Medaillen vergeben, es bot aber eine wertvolle Standortbestimmung vor dem bevorstehenden WM-Turnier.
Für das Frauen-Turnier stellte Schweiz gleich zwei Teams. Das junge Härdöpfu Power Team zeigte viel Einsatz und grosses Potenzial. Gegen starke internationale Konkurrenz in ihrer Gruppe sammelte das Team wichtige Erfahrungen. Trotz engagierter Leistungen reichte es knapp nicht für den Einzug in den Halbfinal, womit am Ende das Spiel um Rang fünf blieb, welches sie leider knapp verloren.
Das Swiss Team setzte dagegen von Beginn an ein deutliches Ausrufezeichen. Mit fünf Siegen aus fünf Spielen und einem beeindruckenden Torverhältnis von 40:1 dominierten die Schweizerinnen ihre Vorrundengruppe. Auch im Halbfinal liessen sie ihren Gegnerinnen beim klaren 9:0 keine Chance. Im Final wartete ein starkes deutsches Team, doch auch dort behielten die Schweizerinnen die Oberhand und sicherten sich mit einem überzeugenden 7:3-Sieg den Turniersieg.

Offizielle Weltmeisterschaft: Vorrunde und Rückrunde

Der Hockey A Wettbewerb der UNICON 22 startete am Mittwoch, 29. Juli 2026, und das Swiss Team setzte gleich ein deutliches Ausrufezeichen. Mit einem souveränen 7:0-Sieg gegen Germany 2 gelang der perfekte Auftakt ins Turnier. Auch Swiss Team 2 erwischte einen starken Start und zeigte von Beginn an eine engagierte Leistung. Weniger erfolgreich verlief der Turnierbeginn für das Junior Swiss Team, das sich gegen Germany 1 mit 0:7 geschlagen geben musste und zunächst Mühe hatte, ins Turnier zu finden.
Nach dem ersten Turniertag fiel die Bilanz dennoch sehr positiv aus: Das Swiss Team gewann alle fünf Partien und setzte sich souverän an die Tabellenspitze. Swiss Team 2 entschied drei seiner fünf Spiele für sich und positionierte sich in der oberen Tabellenhälfte. Das Junior Swiss Team konnte eines von fünf Spielen gewinnen und fand sich zunächst im hinteren Teil der Tabelle wieder.

Am zweiten Turniertag standen zunächst die letzten Vorrundenspiele auf dem Programm. Nach Abschluss der einfachen Vorrunde wurde das Teilnehmerfeld in eine obere und eine untere Tabellenhälfte aufgeteilt. Anschliessend spielten beide Gruppen in einer Rückrunde gegeneinander.
Vor der Teilung der Tabelle waren für jedes Team noch vier Begegnungen zu absolvieren. Das Swiss Team blieb weiterhin ungeschlagen und verteidigte souverän die Tabellenspitze. Swiss Team 2 erreichte mit zwei Siegen, einem Unentschieden gegen Germany 3 und einer Niederlage den vierten Tabellenrang. Das Juniorenteam belegte mit zwei Siegen und zwei Niederlagen einen Platz in der unteren Tabellenhälfte.
Bereits am selben Tag begann die Rückrunde, welche am Freitag mit den letzten Spielen abgeschlossen wurde. Das bislang makellose Swiss Team musste dabei erstmals zwei Niederlagen hinnehmen – gegen Germany 1 mit 3:5 sowie gegen die BTC Baukau Boogaloos mit 1:3. Trotzdem qualifizierte sich das Team souverän für den Halbfinal.
Auch das Swiss Team 2 schaffte den Einzug in die Vorschlussrunde. Trotz drei Niederlagen und einem Unentschieden gegen Germany 2, das punktgleich war, sicherte sich die Mannschaft dank des gewonnenen Direktduells aus der Vorrunde den vierten Tabellenplatz. Besonders dieses wichtige Unentschieden war hart erkämpft, denn das Swiss Team 2 lag 0:3 hinten und der Ausgleich gelang erst in den Schlussminuten.
Das Junior Swiss Team beendete das Turnier mit weiteren zwei Unentschieden und zwei Niederlagen auf dem starken 7. Schlussrang und sammelte wertvolle internationale Erfahrung.

Offizielle Weltmeisterschaft: Finalspiele

Nach einem Ruhetag am Samstag durften sich das Swiss Team und das Swiss Team 2 am Sonntagnachmittag für die Halbfinal-Spiele vorbereiten. Die Halbfinalpaarungen boten sogar die Möglichkeit eines rein schweizerischen Finals. Zunächst traf Swiss Team 2 auf Germany 1, musste sich jedoch deutlich mit 2:10 geschlagen geben und spielte anschliessend um Bronze. Direkt danach folgte der Halbfinal des Swiss Team gegen die BTC Baukau Boogaloos. In einer intensiven und hart umkämpften Partie setzte sich die Schweiz mit 7:5 durch und sicherte sich den Finaleinzug.
Im Spiel um Platz drei unterlag Swiss Team 2 trotz grossem Kampfgeist den BTC Baukau Boogaloos mit 2:5 und beendete das Turnier auf dem hervorragenden vierten Rang. Danach folgte der grosse Final des Swiss Team gegen Germany 1 – ein Spiel, das an Spannung kaum zu überbieten war. Die Deutschen erwischten den besseren Start und gingen in der zweimal 20 Minuten dauernden Partie rasch mit 3:0 in Führung. Die Schweiz kämpfte sich zwar zurück, doch Deutschland konnte zunächst immer wieder vorlegen.

In einer hektischen und umstrittenen Schlussphase wurde ein nicht eindeutig sehender Treffer nicht anerkannt – ein entscheidender Moment der Partie. Die Schweiz nutzte die Chance, drehte das Spiel und ging erstmals in Führung. Nun war deutlich zu spüren, dass den Deutschen die Kräfte schwanden, während die Schweizer immer stärker wurden. Mit grossem Einsatz und beeindruckendem Teamgeist baute die Schweiz den Vorsprung auf 8:7, 9:7 und schliesslich 10:7 aus.
Schlusspfiff – Weltmeister!
Die Schweiz verteidigt ihren Weltmeistertitel erfolgreich und bleibt die Nummer eins im Einradhockey. Mit Leidenschaft, Teamgeist und grossem Kampfwillen gelang es dem Schweizer Nationalteam, den Titel erneut nach Hause zu bringen.
Herzliche Gratulation an alle Athletinnen und Athleten zu dieser herausragenden Leistung an der UNICON 22. Ein besonderer Dank gilt auch den zahlreichen Schweizer Fans, die den weiten Weg nach Steyr auf sich genommen haben und unsere Teams während des gesamten Turniers mit ihrer grossartigen Unterstützung lautstark angefeuert haben.

B-Turnier

Nach dem Weltmeistertitel im Hockey A ging die UNICON 22 in ihre zweite Hälfte. Für das Junior Swiss Team 2 begann damit das Hockey-B-Turnier.
Das Hockey-B-Turnier mit insgesamt 27 Mannschaften wurde in drei Gruppen ausgetragen. Das Junior Swiss Team 2 wurde der ersten Gruppe zugeteilt und hatte bereits am Montag seinen ersten Einsatz. Den jungen Schweizerinnen und Schweizern standen Teams aus Grossbritannien, Deutschland, Australien und Österreich gegenüber. Für das Junior Swiss Team 2 war das Turnier eine besondere Erfahrung: Für alle Spielerinnen und Spieler waren es die ersten internationalen Wettkampferfahrungen.
In den insgesamt neun Gruppenspielen konnten die jungen Schweizer drei Siege und ein Unentschieden verbuchen. Mit diesen zehn Punkten belegten sie den 6. Rang in ihrer Gruppe. Damit ging es am Donnerstag in den Platzierungsspielen um die Ränge 15 bis 22 weiter.
Gleich zu Beginn der Platzierungsspiele traf das Junior Swiss Team auf ein tschechisches Team. Mit einem überzeugenden 4:1-Sieg starteten sie erfolgreich in den Spieltag. Damit war klar: Ein Platz zwischen 15 und 18 wurde erreicht. Im nächsten Spiel wartete erneut Australia B – ein Team, gegen das die Schweizer bereits in der Gruppenphase gespielt hatten. Auch dieses Mal entwickelte sich eine äusserst spannende Partie. Nach einem 2:2 ging das Spiel ins Golden Goal. Leider erzielten die Australier den entscheidenden Treffer und beendeten damit die Schweizer Hoffnungen auf Rang 15.

Damit blieb noch das Spiel um Platz 17. Gegen Wales liessen die jungen Schweizerinnen und Schweizer dann nichts mehr anbrennen. Mit einem klaren 4:1-Sieg sicherten sie sich den 17. Schlussrang. Für das Junior Swiss Team 2 war die UNICON damit ein grosser Erfolg. Die jungen Athletinnen und Athleten konnten in sehr emotionalen und intensiven Spielen wertvolle internationale Erfahrungen sammeln und sich mitten in einem starken Teilnehmerfeld platzieren.

Text: Marco Burkhardt