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Elite WM 2026 - drei weitere Medaillen am Sonntag

Elite WM 2026 - drei weitere Medaillen am Sonntag - Swiss Indoor- & Unicycling

02.11.2026 | Kunstrad, Radball, Aktuelles | Swiss Indoor- & Unicycling, Geschäftsstelle


Starker Schlussspurt des Schweizer Teams

Am Sonntag galt es nochmals Vollgas zu geben. Die Radballerinnen hatten am Vormittag das letzte Gruppenspiel gegen Japan zu bestreiten. Dabei ging es nicht weniger als um die Finalteilnahme. Valerie Suter (für die erkrankte Sava Baumann)/Chiara Dotoli wehrten sich tapfer, verloren jedoch mit 3:1. Dank der besseren Tordifferenz erreichten sie dennoch den Final. 


Valerie Suter/Chiara Dotoli 


Nun ging es Schlag auf Schlag. Mit der Qualifikation im 2er der Frauen hatten wir gleich zwei Paar im Kampf um den Einzug in den Final am Start. Den Anfang machten Patricia Bernegger/Andrea Bernegger. Gleich bei der ersten Übung geschah ihnen ein Missgeschick. Patricia musste vom Rad und verlor viel Zeit, bis sie wieder in der Standsteigerposition war. Von da an liessen sie nichts mehr anbrennen, holten gar die 12 verlorenen Sekunden wieder auf und erreichten 112.36 eine solide Punktzahl. Das erste Paar aus Deutschland schien ziemlich nervös, erreichten zwar ebenfalls den Final, mussten sich jedoch hinter Bernegger/Bernegger einreihen.


Patricia Bernegger/Andrea Bernegger 


Weiter ging es mit Larissa Tanner/Simona Lucca, welche zu den erst gestarteten einen 6 Punke-Vorsprung hatten. Auch sie schienen etwas nervös zu sein, es schlichen sich einige kleine Unsicherheiten ein. Mit den ausgefahrenen 117.68 erreichten sie problemlos den Final. Jodeleit/Schlüter, das zweite deutsche Paar wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gewann die Qualifikation.


Larissa Tanner/Simona Lucca 

Im Halbfinal mussten die Gebrüder Fröhlich gegen die bisher klar dominierenden Österreicher (Patrick Schnetzer/Markus Bröll) antreten. Sie kamen nie ins Spiel, die Österreicher waren so dominant, dass sie das Schweizer Team mit 8:0 vom Platz fegten.


Timon Fröhlich/Yannick Fröhlich gegen Österreich. 

Im Final der Radballerinnen kam es zu einer Neuauflage. Valerie Suter/Chiara Dotolo konnten sich gut ins Szene setzen, doch wenn die deutsche Mannschaft die Möglichkeit auf einen Treffer hatte, liessen sie nichts anbrennen. So war der Schlusstand 4:0 für Deutschland. Sie sind damit zum dritten Mal in Folge Weltmeisterinnen. Die Schweizerinnen konnten die Erfahrung mitnehmen, dass die Spiele von der deutschen Mannschaft nicht mehr so stark dominiert werden können wie noch in den Vorjahren. Es gibt noch etwas zu tun!


Valerie Suter gegen Deutschland. 

Mit dem Zweier Frauen-Final stand für die Schweiz die letzte Entscheidung an. Wie bereits im Einer, war auch im Zweier die Schweiz und Deutschland mit je zwei Startern vertreten. Als erstes mussten die WM-Debütantinnen Patricia Bernegger/Andrea Bernegger an den Start. Mit der Finalqualifikation hatten sie ihr Mindestziel erreicht. Sie wollten jedoch im Final eine gute Kür zeigen, um die Gegnerinnen etwas nervös zu machen. Sie schienen zwar etwas weniger nervös als in der Qualifikation, es hatte jedoch ein paar wenige Unsauberkeiten drin, so dass sie mit 113.16 zwar nochmals eine solide Leistung zeigten. Trotzdem waren sie ein bisschen enttäuscht, da sie doch einige bessere Resultate in dieser Saison gezeigt hatten. Sie werden in Zukunft sicher noch mehrere Gelegenheiten erhalten zu zeigen, was in ihnen steckt.

 
Patricia Bernegger/Andrea Bernegger 

Das erste deutsche Paar konnte sich gegenüber der Qualifikation steigern und erreichte mit 118.30 eine gute Punktzahl und somit eine sichere Medaille. Nun galt es ernst für Larissa Tanner/Simona Lucca. Nach dem knapp verpassten Schweizer Meistertitel wollten sie zeigen, dass sie ganz vorne mitreden können. Gegenüber der Qualifikation vermochten sie sich etwas zu steigern und zeigten mit 120.42 eine ihrer besten Leistungen in dieser Saison. Somit war klar, dass sie sich damit mindestens die Silbermedaille gesichert hatten, was bisher noch keinem Schweizer Paar gelungen ist! Jodeleit/Schlüter konnten ihre gute Leistung vom Morgen nicht wiederholen und mussten sich einige Abzüge gefallen lassen. Die 128.82 reichten dennoch sicher zum Weltmeistertitel.


Larissa Tanner/Simona Lucca

Im Spiel um Bronze musste das Schweizer Team gegen die Mannschaft aus Tschechien antreten, welches in der Gruppenphase die Oberhand behielt. Beide Mannschaften waren sicherlich sehr motiviert, dieses Spiel für sich entscheiden zu können. Es schien jedoch, dass Timon Fröhlich/Yannick Fröhlich ihren Frust abreagierten. Sie zeigten endlich, was in ihnen steckt und liessen den Tschechen kaum eine Chance. Sie gewannen mit 8:2 und damit die Bronzemedaille, womit sie das Minimalziel erreicht haben.


Timon Fröhlich/Yannick Fröhlich


Siegerehrung 2er Frauen mit Larissa Tanner/Simona Lucca 

Einmal mehr standen sich Deutschland und Österreich in einem Finalspiel gegenüber. Österreich (Patrick Schnetzer/Markus Bröll) war auf einer Mission, sie liessen gar nichts anbrennen. Deutschland (Robert Mlady/Michael Birkner) hatten nicht den Hauch einer Chance und gingen gleich mit 8:0 unter. Damit sicherte sich Österreich verdient den Weltmeistertitel!


Die drei strahlenden Teams, Robert Mlady/Michael Birkner, Patrick Schnetzer/Markus Bröll, Timon Fröhlich/Yannick Fröhlich. 


Fazit: Die Schweiz kann mit drei Silber-, zwei Bronzemedaillen und zwei vierten Plätzen sehr zufrieden sein. Alle teilnehmenden Sportler*innen erreichten mindestens den Final. Herzliche Gratulation zu diesen tollen Leistungen. Ein grosser Dank gilt auch dem ganzen Betreuerteam und den Ersatzspieler*innen, welche einen tollen Job gemacht haben. 


Das Schweizer WM Team 2026!

Programm


Bericht: Marianne Kern
Fotos: Wilfried Schwarz - www.randsport-magazin.de