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Junioren EM 2026 in Höchst - ein Rückblick

Junioren EM 2026 in Höchst - ein Rückblick - Swiss Indoor- & Unicycling

22.05.2026 | Kunstrad, Radball, Aktuelles | Swiss Indoor- & Unicycling, Geschäftsstelle


Junioren EM 2026 in Höchst (A) - Ziele erreicht

 

Mit einigen Tagen Distanz tauchen wir nochmals in die schönen Tage in Höchst (A) ein. Aus Sicht des Veranstalters muss es einfach ein gelungener Anlass gewesen sein. Top organisiert, die Halle voll, eine gut laufende Festwirtschaft und viele tolle Leistungen junger Athlet*innen. Ein grosser Erfolg für den Hallenradsport, der hoffentlich nicht nur in Österreich, sondern auch über die Grenzen hinaus noch lange strahlen wird. 

Für die Schweiz begann der Wettkampf im Radball. Ein guter Start der Radballer und der Radballerinnen liess schon mal gute Stimmung aufkommen. Am Abend nach der Eröffnungsfeier, war mit Robin Strehler im 1er Junioren der erste Schweizer Kunstradfahrer im Einsatz. Er fuhr lange Zeit auf einem sehr hohen Niveau und musste sich erst kurz vor Schluss noch ein paar Abzüge gefallen lassen. Trotzdem mit einer neuen Bestleistung reichte es zu einem guten 6. Rang. 

Nach guten Leistungen der jungen Österreicherinnen und der Französinnen, war der Schweizer 4er mit Salome Schnetzer, Jaël Schnetzer, Sumaya Lenherr und Livy Wild am Start. Nach einer kurzen Krise kurz vor Start traten sie auf die Fläche und begannen mit ihrem Programm. Sie zogen dies einwandfrei durch und erreichten mit 159.10 eine neue persönliche Bestleistung, was gleichbedeutend mit der Silbermedaille war. 

Foto: Monika Schrott

Am 2. Tag ging es los mit Radball. Nachdem Andri Eberhard/Heikki Schaller den ersten Tag an der Tabellenspitze beendet hatten, ging es am Samstagmorgen gegen Deutschland los. Deutschland spielte stark, die Schweizer konnten nicht entgegenhalten. So ging das Spiel 6:1 verloren. Schon bald waren Julia und Sarina Bühler im 2er der Juniorinnen am Start. Sarina schien etwas nervös zu sein, dadurch dass Julia die absolute Ruhe bewahrte fuhren sie ein sehr schönes Programm mit einer sehr soliden Leistung. Diese reichte verdient zum Vize-Meistertitel.

Foto: Günter Nicolussi 

Am Nachmittag ging es dann Schlag auf Schlag, die Juniorinnen (Giulia Baumann/Renée Reichlin) im Radball verloren das Halbfinale gegen Österreich und mussten mit dem Spiel um Rang 3 vorlieb nehmen, wo sie die französische Mannschaft klar schlugen. 

Foto: Monika Schrott

Bei den Junioren spielten Andri Eberhard und Heikki Schaller gegen Österreich um den Einzug ins Finale. Leider konnten sie ihren Effort aus der Vorrunde nicht wiederholen und mussten sich geschlagen geben. Im Spiel um Rang 3 spielten sie gegen Tschechien, welche sie in der Vorrunde ebenfalls geschlagen hatten, sie kämpften zwar gut, aber die Tschechen hielten nach einem frühen 1:0 den Ball weitgehend, was die Ausgangslage für die Schweiz nicht gerade erleichterte. So mussten sie sich schlussendlich mit dem 4. Rang zufrieden geben.

Foto: Monika Schrott

Das letzte Highlight aus Schweizer Sicht war das 1er der Juniorinnen. Mit Melina Kümin und Lara Odermatt hatten wir zwei gute Eisen im Feuer. Sie hatten sich bereits in der Qualifikation ein heisses Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert. Melina startete an ihrer ersten internationalen Meisterschaft. Sie zeigte mit 136.26 eine solide Leistung, welche zu einem guten 4. Rang reichte. Lara Odermatt, welche eine eher etwas durchzogene Saison hatte, war gefordert. Sie war nach dem letzten Jahr zum zweiten Mal an internationalen Meisterschaften im Einsatz. Sie schaffte es, ihr Programm souverän durch zu ziehen und sich mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 145.72 die Bronzemedaille zu sichern.

Foto: Marianne Kern

Herzlichen Dank dem Trainer- und Betreuerteam (Seraina Waibel, Fabienne Hammerschmidt, Eliana Thalmann, Werner Artho, Paul Looser, Beni Walker), ihr habt einen tollen Job gemacht. Mit einem weinenden Auge haben wir von Eliana Thalmann Abschied genommen. Für sie war dies der letzte Einsatz an einer internationalen Meisterschaft. Wir danken ihr herzlich für ihren jahrelangen Einsatz.

Fazit: 4-5 Medaillen war das Ziel, vier Medaillen wurden erreicht, dazu zwei 4. und ein 6. Rang. Ausser dem 4er, der altershalber 2027 nicht mehr dabei sein wird, haben alle Athlet*innen noch mindesten einmal die Chance sich neue Ziele zu stecken und sich wieder zu qualifizieren. Wir freuen uns jetzt schon auf die nächste Junioren EM, welche am 07./08.05.2027 in Ebnat (D) stattfinden werden.

Das erfolgreiche Schweizer Team 2026!


Foto: Odermatt
hinten v.l.n.r. Eliana Thalmann, Neva Rütimann, Renée Reichlin, Giulia Baumann, Emma Jentsch, Sarina Bühler, Julia Bühler, Beni Walker
Mitte v.l.n.r. Werner Artho, Fabienne Hammerschmidt, Sumaya Lenherr, Jaël Schnetzer, Livy Wild, Salome Schnetzer, Lara Odermatt, Melina Kümin, Seraina Waibel
vorne v.l.n.r. Paul Looser, Robin Strehler, Luis Looser, Heikki Schaller, Gian Jauch, Andri Eberhard

Bericht: Marianne Kern